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Die Antwort der Engel

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  Die Kunstwerke der Gitta Mallasz

Hanna Dallos' Portrait

Dieses Portrait von Hanna Dallos ist bestimmt das erste Werk, das wir von Gitta Mallasz kennen. Es ist nicht unterzeichnet und die handgeschriebene Beschriftung, die später hätte dazugeschrieben werden können („Zur unvergesslichen Erinnerung Hannas...“), gibt uns keinen Aufschluss über seinen Verfasser. Aber die Familie von Hannas Bruder, die es geerbt hat, versichert, dass es von Gitta stammt. Hanna und Gitta wären also ungefähr 20 Jahre alt gewesen. Es sei aus der Zeit, in der Hanna ihr Studium beendet hat, heiratete und mit ihrem Mann Joseph Kreutzer und ihrer Freundin Gitta Mallasz ein Atelier für Kunst- und Dekorationsgraphik gegründet hat.

Hanna Dallos by Gitta Mallasz
Gitta Mallasz - Hanna Dallos' Portrait (mit freundlicher Erlaubnis von Dr. Vera Dallos-Pinter)

Die Produktion des Ateliers Mallasz-Dallos vor und während des Krieges

Das Atelier wird 1928 von Hanna Dallos und ihrem Mann in Buda in der Ilonka Szabo Strasse (heute Ilona Strasse) unter dem Fischereibollwerk gegründet. Er arbeitet an der Werbung und  Pro-motion für den Fremdenverkehr Ungarns, druckt Wunschkarten, stellt Poster her, illustriert Bücher,  bemalt Stoffe......Gegen 1934 schliesst sich Gitta Mallasz ihren Freunden an. Dank ihres Schutzes kann das Atelier bis 1942 weiterarbeiten.

Das meiste aus dem Atelier trug die Unterschrift „Mallasz Dallos“ oder seltener „Dallos Mallasz“. Wenig Werke sind nur mit „Dallos“ oder „Mallasz“ unterzeichnet. So ist es schwer festzustellen, von wem die jeweiligen Werke gemacht wurden. Man kann bei den verschiedenen Werken nur auf die  Vergleiche vertrauen, die mit Sicherheit der Einen oder Anderen zuzuschreiben sind. Man kann aber auch nicht ausschliessen, dass die zwei Freundinnen an manchen zusammen gearbeitet haben. 

Wunschkarten des Ateliers Mallasz-Dallos Budapest
Wunschkarten

Atelier Mallasz-Dallos Budapest
Verschiedenes

Promotion für den Turismus Atelier Mallasz-Dallos Budapest
Fremdenverkehrspromotion
Werbung
Werbung

Für die Dias, auf dem Bild oder Link klicken

Wunschkarten

Die ersten 9 Karten des Albums wurden von Istvan Kanitz (1895-1953),  Drucker in Budapest, der  Hannas und Josephs Atelier mit Peter und Vera Szekely häufig besuchte, gedruckt und verteilt. Nur drei unter ihnen sind von Mallasz Dallos unterzeichnet, aber es ist sehr wahrscheinlich, dass die sechs anderen auch aus dem Atelier stammen. 

Diese Karten, unter copyright „Kanitz C. és fia“ (Kanitz und Sohn), Budapest, wurden freundlicher-weise von Kathleen Kelley-Lainé und Peter Kelley, Tochter und Sohn von Istvan Kanitz, zur Verfügung gestellt. Der Nachdruck kann nicht ohne ihre Erlaubnis gemacht werden.



Nachkriegsproduktion des Ateliers der Gitta Mallasz

Nach dem Krieg übernimmt Gitta Mallasz das zerstörte Atelier ihrer Freundin Adrienn Frankovszky (Adri) in der Batthyanyi Strasse 4, das zu ihrer Wohnung und Atelier wird. Am Anfang trafen sie sich zu viert, um die Lehre zu lesen: Gitta, Adri und zwei Frauen, die sie in Katalin kennengelernt hatte, Agi (Agnès Péter) und Ruszi (Erzsébet Rusznyak). Dann, Arbeit war wieder möglich,  wurde die Stätte wieder zum Atelier. Danach löste sich die kleine Gruppe langsam auf: Adri, die schwerkrank war, ging als erste. Dann war Ruszi dran, sie ging, um bei sich zu arbeiten. 1960, als Gitta nach Frankreich ging, blieb nur noch Agi übrig, die das Atelier bis 1984 behielt.

Die Produktion des Ateliers ist sehr vielfältig. Ausser der Werbung und Promotion für Ungarn, finden wir auch unter den erhaltenen Sachen viel pädagogisches Material: Buch für die kommunis-tische Jugend, Spielanleitungen und vor allem eine Liederbuchserie für Volksschule nach der Kodaly-Methode. Die Abbildungen sind von Gitta und Ruszi, die graphische Darstellung der Notenbücher von Agi.



Für die Dias hier klicken

Das Triptik des Studios N° 6

Aus dieser Zeit ist auch ein Triptik, das für das ungarische Radio innnerhalb von 6 Monaten von Béla Mészaros, Kunstschreiner, mit 30 verschiedenen Holzsubstanzen hergestellt und 1948 im Studio N°6 aufgestellt wurde. Dieses Triptik ist heute verschwunden. Seine Beschriftung war ein Zitat des Gedichts Die masslosen Christen  von Endre Ady:

Zengjen a dalod, szent Forrongás
S te nagy Egy- Világ, zengjen a himnuszod.
(oh heiliges Aufbrausen, Dein Gesang möge wiederhallen,
und Du weite und einzige Welt, Dein Lobgesang möge wiederhallen)

Es stellte sinnbildlich die Radiowellen dar, die in alle Welt senden, zwischen zwei Allegorien, die Dynamik und Harmonie darstellen.
(Gemäss Thomas Savoly, Archivar des ungarischen Radios. Übersetzt aus dem
ungarischen von Boc Imre)
.

Die Arbeit für das ungarische staatliche Volksensemble

Während der Nachkriegszeit und vor ihrer Abreise nach Frankreich entwirft Gitta auch die Kostüme des Allami Népi Együttes (nationale Volksensemble) von Rabai Miklos. Sie begleitet die Truppe als Übersetzerin auf deren internationalen Tourneen.

1955
Paris 1957
Paris 1957

Ein Buch von 1956 – Ungarische Rhapsodie (ins Deutsche übersetzt) – zeigt auf bemerkenswerte Weise den Reichtum der ungarischen Folklore und Gittas Talent, wir drucken hier eine von 32 Zeichnungen nach.

Ungarische Rhapsodie. Das ungarische staatliche Volksensemble.
Streifentanz (Kapuvar)


Gitta Mallasz artistische Tätigkeit in Frankreich

In Frankreich nimmt Gitta ihre Tätigkeit als Graphist wieder auf, um Geld zu verdienen. Sie illustriert Schallplattenhüllen für Vox und malt Möbel nach traditioneller ungarische Art und Weise. Sie stellt ebenfalls persönlichere Werke her.

Jungfrau mit Kind Das Paradies
Jungfrau mit Kind Das Paradies (Privatsammlung Françoise Maupin)

Kinderbücher

So wie in Ungarn nach dem Krieg, hat Gitta auch in Frankreich mehrere Kinderbücher illustriert.

A piros csillag meséje, Geschichte des roten Sterns
A piros csillag meséje (Geschichte des roten Sterns), von Urban Ernö, illustriert von Gitta Mallasz (1945)

Kikelet
Kikelet (der Lenz), von Urban Ernö, illustriert von Gitta Mallasz (1946)

Lala
Lala le petit Koala (Lala, der kleine Koala), von Marcelle Vérité, illustriert von Gitta Walder, Casterman,  1970
Gitta Mallasz - Der magische Sessel
Le fauteuil magique, (Der magische Sessel), von Dominique Rollin, illustriert von Gitta Walder, Casterman, 1971

Da diese Bücher nicht rechtfrei sind, können wir sie hier nicht nachdrucken. Die Personen, die sich dafür interesieren, können um einen privaten Zugang der illustrierten ungarischen Bücher bitten. (Kontact).

Andere Werke

  Gitta Mallasz
               Ohne Titel (Jahr unbekannt)
            (Privatsammlung Marguerite Kardos)